Und dann war es plötzlich anders: Wenn sich Freundschaften verändern

Friendship

Freundschaften sind wie Beziehungen, wir müssen an ihnen arbeiten, stetig, immer und immer wieder. Man geht gemeinsam durch dick und dünn oder trennt sich, weil es am Ende nicht mehr passt. Freunde kommen und gehen im Leben. Einige bleiben für länger, einige nur für eine kurze Zeit. Freundschaft bedeutet sich kümmern, nachfragen, wie es dem anderen geht. Sich Zeit nehmen, sich für das Leben des anderen interessieren. Freundschaft bedeutet zu spüren, wie es dem anderen gerade geht, was ihn bewegt und in ganz bestimmten Momenten da zu sein. Freundschaft bedeutet aber auch dem anderen seinen Raum zu geben, es dann nicht persönlich zu nehmen, wenn der andere sich diesen auch nimmt. Freundschaft bedeutet zuzuhören, zwischen den Zeilen zu lesen. Sich eine Geschichte auch zum 100sten Mal anzuhören, weil sie eben gerade wichtig für den anderen ist. Freundschaft bedeutet, dass nichts peinlich ist. Dinge zu verzeihen. Man selbst sein zu können. Egal ob man sich nur einige Monate kennt oder diese Beziehung schon seit 25 Jahren besteht.

Aber Freundschaften können sich auch verändern, können in kleine Krisen geraten, es können Momente auftreten, die irgendwie was Kleines zerbrechen lassen. Wo man kurz zurücktritt und stutzt. Man hatte vielleicht in diesen Momenten mit einer anderen Reaktion gerechnet. Doch manchmal tun Freunde Dinge nicht, die wir eigentlich erwartet haben. Fragen vielleicht nicht nach, obwohl es einem gerade so wichtig ist, geben einem kein gutes Gefühl oder nicht das Gefühl der andere interessieren sich für einen. Haken nicht bei einem Thema nach, das uns doch eigentlich gerade so wichtig ist. Und dann stehen wir da und sind irgendwie vor den Kopf gestoßen. Da hatte man immer gedacht, der andere kennt einen und interessiert sich. Und dann kommt so etwas,  bzw. eben gerade nicht?! Dann sind wir irritiert und wissen es nicht einzuordnen. Wir entfernen uns und dann wird aus ganz dicke eben nur noch gut. Und das wird dann irgendwann ok. Am Anfang ist es noch komisch, aber irgendwann sind wir fein damit. Genau das ist der Moment, indem wir akzeptieren müssen, dass sich Freundschaften veränderen. Und das ist dann eben auch ok, weil Interessen, Lebenssituationen und Einstellungen vielleicht einfach nicht mehr zueinanderpassen bzw. eine neue Form der Freundschaft beginnt. Und das muss nicht gleich immer negativ bewertet werden. Anders ist nicht immer schlecht. Nur eben anders als vorher.

Und dann gibt es wieder so Momente in Freundschaften, die das Herz so unfassbar strahlen lassen. Da tritt man zurück und denkt “wow”! Wie konnte sie das wissen? Wie hat sie das behalten? Egal, ob es jeden Morgen die Frage ist, wie es einem geht, das ToiToiToi vor wichtigen Terminen oder einfach nur eine Umarmung zwischendurch, die jedes Wort überflüssig macht. Sie sind einfach da, so 100%, so ganz und gar!

Mich persönlich machen meine Freunde zum glücklichsten Mädchen der Welt! Und ich bin einfach nur unsagbar dankbar, dass ich viele großartige Menschen meine Freunde nennen darf.

Eine Freundin sagte mal die weisen Worte, dass man einfach nicht von jeder Freundschaft dasselbe erwarten darf. Dass es vielleicht die Theaterfreundin, die Partyfreundin, die Urlaubsfreundin, die Dinnerfreundin und die Gesprächsfreundin gibt. Für jede Situation die richtige Partnerin. Vielleicht muss eine Person nicht alle Aspekte einer Freundschaft in sich vereinen. Und wenn man diese Personen dann aber trotzdem findet, dann ist man unendlich dankbar und glücklich.

Ein großes DANKESCHÖN an alle meine Freunde, jeden EINZELNEN von euch.

Ich liebe euch sehr!

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