Und was machst du so?

Und was machst du so?

“Und was willst du später mal werden?” Diese Frage kriegt man gefühlt schon gestellt sobald man drei aufeinanderfolgende Worte sprechen kann. Manifestieren in jedem Gespräch tut sie sich dann ab dem Abitur und vehement erwartend auf was “ganz GROSSES” wird sie dann während des Studiums gestellt.

Und vielleicht hatte man da auch schon einen Plan, wusste genau das Ziel seines beruflichen Werdegangs und den entsprechenden Weg dahin.

Und? Ist man dort jetzt nach einigen Jahren angekommen? Oder ist man vielleicht zwischendurch mal abgebogen, hat gemerkt das kurvig spannender ist als immer nur geradeaus? Passt ein durchorganisierter Ablauf oder funktioniert “Nine to Five” für einen selbst gar nicht. Dass man eher um 7:00 morgens oder nachts um 23:00 am Besten arbeitet. Vielleicht merkt man, dass die Samstage im Café am produktivsten sind und Sonntagabend, wenn ganz Deutschland den Tatort schaut, die besten Konzepte in seinem Hirn sprießen. Dann steht man da und denkt sich, dass es eben auch einen anderen Weg geben muss. Ändert man dann seinen Job oder unterdrückt man diesen Drang, wird irgendwann unglücklich, unproduktiv?

Für einige ist dies der Zeitpunkt etwas an ihrem kleinen Lebenskonzept zu verändern, Weichen neu zu stellen. Heutzutage gibt es immer mehr “Ausbrecher” aus diesem von den Generationen vor uns gelebten festen Lebens- und Arbeitskonzept. Das Bewusstsein, dass Qualität und Produktivität eben nicht zeitlich begrenzbar bzw. abrufbar sind, hat sich immer mehr durchgesetzt. Nur weil ich acht Stunden im Büro sitze und anwesend bin heißt es nicht, dass ich auch acht Stunden lang produktiv bin. Für viele funktioniert der Büroalltag in seiner Form nicht mehr. Dabei geht es mehr um die Sinnhaftigkeit wirklich dann und von dort zu arbeiten, wenn man wirklich konstruktiv und produktiv ist.

Das heißt in keinem Fall Füße hoch und chillen. Mit Laissez-faire hat das Ganze wenig zu tun. Leider verbinden viele das Freelancer- oder Homeoffice-Dasein immer noch mit Faulenzen und Nichtstun. Dass die meisten Menschen im Homeoffice vielleicht viel produktiver sind als ihre Kollegen im Büro, ziehen viele gar nicht in Betracht.

Die bewusste Entscheidung aus der Tretmühle des Nine to Five Angestellten Verhältnisses herauszutreten ist auch eine Entscheidung sein Leben anders zu leben, als man es vielleicht geplant hat. Nämlich das Leben mit seinen Freiheiten zu genießen und im Gegenzug vielleicht auch auf bestimmte Dinge zu verzichten, Risiken einzugehen.

Für viele ist es vor allem eine Entscheidung, sich seinen Arbeitsalltag mit allem Drumherum wieder bewusst zu machen. Zu schaun, ob man mit diesem Lebenskonzept überhaupt noch glücklich ist, ob es noch zu einem passt. Ob das, was sich aus dem Studium, der Ausbildung, den familiären und äußeren Bedingungen entwickelte jetzt, hier und heute überhaupt noch passt. Und wenn nicht, dann etwas daran zu ändern.

Natürlich bringt das Fragen mit sich. Bin ich bereit dazu eventuell weniger zu verdienen? Auch wenn man genau das macht, was die eigene Leidenschaft ist, wo man wirklich gut drin ist. Kann ich mit dem Gefühl abends einschlafen, oftmals nicht zu wissen, wie ich meine Miete in drei Monaten bezahle? Ist mir das meine persönliche Freiheit wert?

Dieser Ausbruch aus den konventionellen Arbeitszeiten scheint immer mehr und vor allem immer besser  zu funktionieren. Viele Chefs wissen es mittlerweile zu schätzen, wenn sie ihre Mitarbeiter auch außerhalb der normalen Bürozeiten erreichen, wenn die Hütte gerade brennt und sind im Umkehrschluss mehr als nur gerne bereit dafür andere Freiheiten zu geben. (Da ist es wieder, das Geben und Nehmen!!)

Egal welchen Weg der Einzelne am Ende geht – wichtig ist, dass es die bewusste eigene Wahl ist. So sollte es möglich sein, aus gewohnten Rollenmustern herauszutreten, sodass jeder für sich entscheiden kann, wie er seinen beruflichen Weg gestaltet und den Raum dafür auch bekommen. Wie unfassbar produktiv wir doch sein könnten, wenn jedem die Freiheit überlassen ist, wann er am Besten arbeitet, wenn er das tut, worin er richtig gut ist, woran er glaubt, was seine Leidenschaft ist und was er für seine ganz eigene Sicherheit an Struktur benötigt. Klingt wie ein Traum in ferner Zukunft? Nein, denn ihr könnt sofort loslegen. Für jeden gibt es einen Weg. Für viele ist es der Nine to Five Weg, für andere nicht. Aber es hindert euch niemand daran, euren Weg zu finden. Ein bisschen glücklicher darin zu werden, wie ihr eurer Geld verdient. Denn die passende Ausrede warum ihr es nicht tut findet ihr immer!

Ey und das ist jetzt mal einfach null pathetisch ne?!  😉

Linsensalat mit Gemüse – warm oder kalt!

Linsensalat mit Gemüse

Wir sind total hin und weg von diesem super einfachen und schnellen Rezept. Das Beste: Der Salat kann sowohl warm als auch kalt gegessen werden. Der Kleine hält sich gut im Kühlschrank, auch ein längerer Transport zur Arbeit oder an die See ist völlig okay für ihn und nimmt ihm nicht die Frische.

Wir verschlingen ihn gerade täglich und verändern je nach Gemütslage immer nur das Gemüse oder mischen manchmal noch ein bißchen Feta drunter! Eurer Kreativität steht hier nichts im Weg!

Zutaten:

250 g Beluga Linsen

1 Zwiebel

eine Hand voll Sultaninen (könnt ihr natürlich auch weglassen!)

160 g grüne Bohnen

1 Paprika

1 grosse Karotte

1 Fenchel

Ihr könnt hier mixen was das Zeug hält! Lasst etwas weg oder fügt euer Lieblingsgemüse hinzu.

 

Für das Dressing:

80 ml Olivenöl

60 ml Apfelessig

1 EL Ahornsirup

1 EL Dijonsenf

2 TL feines Meersalz

2 TL frisch gemahlener Pfeffer

Optional

1  TL gemahlener Kreuzkümmel

½  TL etwas gemahlener Kurkuma

½  TL etwas gemahlener Kardamom

etwas Cayennepfeffer

 

Zubereitung

  1. Die Linsen waschen und abtropfen lassen. In einen Topf mit mehr als doppelter Menge Wasser zum Kochen bringen. Temperatur etwas reduzieren und nach 15 Minuten den Gargrad checken. Nicht zu weich kochen!
  2. Zwiebel klein schneiden. Gemüse ebenso. Etwas Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln anschwitzen und das Gemüse hinzugeben und ca. 4-5 Minuten auf hoher Hitze kochen. Einen grosszügigen Schuss Apfelessig zum Ablöschen hinzugeben (1 Minute köcheln lassen). Das Gemüse nicht zu weich kochen!
  3. Linsen vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen.
  4. Das Dressing anrühren.
  5. Am Ende, wenn alles etwas abgekühlt ist, zusammen mischen: Linsen, Gemüse Sultaninen und Dressing!

 

Vom Loslassen der eigenen Erwartungen

Erwartungen los lassen

Das ist ja immer so eine Sache im Leben: diese Erwartung. An sich selber, an seinen Partner, seine Familie, seine Freunde, seine eigene Yogapraxis… – die Liste ließe sich ewig weiter führen. Am Ende sind wir oft enttäuscht. Egal an wen oder was sich unsere Erwartung gerichtet hat. Das liegt zum einen daran, dass wir unsere Ansprüche im Zweifel nie wirklich offen kommunizieren und einfach davon ausgehen, dass der Gegenüber schon weiß, was wir von ihm erwarten und zum anderen daran, dass unsere Vorstellungen einfach niemals wirklich erfüllt werden können. Wir also einen Anspruch in unserem kleinen Kopf entwickeln, der jeglicher Realität entbehrt – für uns selbst und für die Anderen.

Wenn ich in einer bestimmten Situation eine Reaktion von meinem Gegenüber erwarte, kann er bzw. am Ende ich, nur verlieren. Ich bin enttäuscht, dass er sie nicht erfüllt hat – er aber im Zweifel noch nicht einmal von dieser Vorstellung in meinem kleinen Synapsenzusammenschluss wusste.

Ein Beispiel: Ich gehe mit einer bestimmten Erwartungshaltung in ein Seminar. Ich besuche das Seminar, weil mir die letzten zwei Seminare mit einem ähnlichen Thema gefallen und mich total geflashed haben. Natürlich habe ich die Erwartungshaltung, dass auch dieses Seminar genauso super wird wie die anderen beiden zuvor. Doch dieses Seminar wird von einer vollkommen anderen Person geleitet, es herrscht eine andere Stimmung, es werden andere Themen vermittelt und natürlich kann meine vorgefasste Vorstellung nur enttäuscht werden.

Und noch ein Beispiel: Am Dienstag ist meine Yogapraxis der Hammer, ich kriege alle Asanas hin, bin super flexibel und staune über mich selber. Mit diesem Gefühl gehe ich am Mittwoch auf die Matte und gehe davon aus, dass es mindestens genauso gut werden muss wie am Tag zuvor. Wird es aber nicht – kann es gar nicht. Die Praxis wird natürlich zur absoluten Vollkatastrophe und am Ende bin ich super unzufrieden und verlasse schlecht gelaunt die Matte. Und nur, weil ich mit einer festen Vorstellung begonnen habe.

Mit seinen Erwartungen sollte man einfach immer vorsichtig sein. Egal ob man sie an Personen oder Ereignisse stellt. Ich kann nicht dieselben Ansprüche, die ich an mich selber habe auch an meine Umwelt stellen. Ich kann nicht davon ausgehen, dass mein Gegenüber genau weiß, was ich wie gerne hätte. Denn 1. habe ich das im Zweifel nie kommuniziert und ist es 2. komplett subjektiv und für den anderen kaum erschließbar und 3. ist es vielleicht gar nicht nicht in seinem Möglichkeitsbereich bzw. gar nicht angestrebt.

In dem Moment, in dem ich eine Erwartung an andere Menschen oder auch an mich selber formuliere, hat sich schon in meinem kleinen Kopf die Vorstellung von etwas manifestiert. Dann kann mein Gegenüber nur verlieren bzw. am Ende natürlich am Meisten ich selbst, da ich diejenige bin, die enttäuscht wird. Erwartungen sind diese kleinen Erfindungen unseres Egos, die komplett überflüssig sind. Die uns einengen und unser Denken und Handeln blockieren. Die uns blind machen für so viele andere Möglichkeiten, die auf unserem Weg liegen. Für die Farbe neben dem Schwarz/Weiß. Wie viele Möglichkeiten und Erfahrungen machen wir uns selber kaputt, weil wir an unseren Erwartungen festhalten? Erwartungen, die wir an dieser Stelle einfach mal verabschieden sollten. Ciao Miau und so.

Ich sage nicht, dass wir gar keine Ansprüche mehr haben sollten. Ansprüche an sich selber und das Miteinander mit seiner Umwelt. Aber lasst eure zu festen und engen Vorstellungen los. Von euch selber, eurem Leben, euren Partnern, euren Freundschaften, von Ereignissen und Erlebnissen. Was bringt es uns bestimmte Vorstellungen von etwas zu haben, wenn es am Ende eh ganz anders kommt. Und wir es im Zweifel eben nicht beeinflussen können. Jede Situation passiert eben so, wie sie passiert und jedes Individuum verhält sich ebenso, wie es sich verhält. Und nicht weil wir es gerne so oder so hätten. Lasst eure festen Vorstellungen los. Lasst es auf euch zukommen und geht freien Herzens in jede Situation. Dann geht ihr hundertprozentig immer als Gewinner raus!

 

Aus zwei zusammen wird einer allein

Aus zwei zusammen wird einer alleine

 

Wenn das Glück oder das Schicksal dieser Welt es so will, dann finden sich zwei Menschen. Die Partner fürs Leben, die beiden, die zusammen alt werden möchten – so zumindest der Plan.

Die beiden, die womöglich Jahrzehnte lang verheiratet sind. Bei denen aus Verliebtheit mit Schmetterlingen im Bauch irgendwann eine Partnerschaft, ein Team, etwas Grundsätzliches, Unerschütterliches wird. Die auf sich achten, die Welt zusammen entdecken und das Leben gemeinsam genießen. Vertrauen, Respekt, Achtsamkeit miteinander und eine tiefe Verbundenheit. Ja, Liebe auf unterschiedliche Art und Weise und ebenso tief.

Etwas, das niemand mehr zu trennen vermag. Ja NIEMAND und dann doch ETWAS. Ein Unfall, eine Krankheit und alles ist vorbei. Schlagartig, ohne Vorwarnung, ohne verstecktes Hintertürchen. Ohne, dass man sich mit Händen und Füßen dagegen wehren kann, ohne dass der laute Schrei in der dunklen Nacht irgendetwas daran ändern würde.

Der Traum des gemeinsamen Altwerdens einfach gestohlen, von etwas, das an Macht nicht zu überbieten ist. Das einen alleine lässt mit dem Schmerz und dem leeren Kopfkissen neben sich. Niemand fängt einen auf, nicht vergleichbar dieses Gefühl das Herz auskotzen zu müssen, wenn es nicht schon herausgerissen worden wäre. Nicht mehr weiter machen zu können, bewegungslos, verloren gegangen irgendwo auf dem Weg. Wo ist der erste Gang, der einen anfahren lässt?

Was nun? Was fängt man mit diesem halb gelebten Leben jetzt an? Alle Pläne wurden doch schon geschmiedet, alle Ziele gesteckt. Gemeinsam – doch der zweite Teil von gemeinsam ist jetzt nicht mehr da. Man fühlt sich allein gelassen. Betrogen. Betrogen um das Glück dieser Welt, seine Zukunft, sein Leben.

Bei Menschen, die aufgrund ihres Alters sterben, folgen die Partner manchmal wenige Monate später. Doch das scheint keine Option, wenn man sein Leben eigentlich noch vor sich hat. Wenn man eigentlich in der Mitte seines Lebens steht. Und man plötzlich damit zurecht kommen muss, dass der Partner, der Plan vom Leben sich gerade in Luft aufgelöst hat. Nichts mehr davon da ist. Einfach weg ist. Dann gibt es keinen klugen Rat, keine Medikamente und nichts was diesen fehlenden Teil in einem Selbst ersetzen könnte.

Aber es gibt die Dankbarkeit. Die Dankbarkeit für die Momente, die man gemeinsam erlebt hat, für die Jahre, die man gemeinsam gelebt hat, für die Liebe, die man gemeinsam gefühlt hat. Dankbarkeit dafür, dass man einer der Menschen sein durfte, der so etwas erfahren durfte, der das Glück hatte diesen Partner so lange Zeit an seiner Seite zu wissen. Dankbarkeit dafür, lieben zu dürfen. Bedingungslos, ohne Wenn und Aber, mit dem gleichen Ziel, mit dem gleichen Wissen, mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der gleichen Achtsamkeit, dem gemeinsamen Vertrauen, dass alles gut wird. Und das wird es auch. Vielleicht nicht heute, vielleicht auch noch nicht morgen, aber ganz sicher irgendwann…

Celine’s super Granola

Celine's super Granola

Bei Celine zum Frühstück eingeladen zu sein ist immer ein Genuss. Vor allem wenn sie ihr unfassbar leckeres Granola serviert bin ich hin und weg. Jetzt hat sie uns endlich das Rezept verraten und ihr werdet begeistert sein!

Zutaten:

  • ca. 400g Haferflocken (halb fein/halb normal)
  • 1,5 gute Hände Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Cashewnüsse, Erdnüsse etc ohne Salz) – je mehr Nüsse desto crunchiger wird es
  • 100g Mandelblätter
  • 1-2 Hände Mandelstifte
  • 1 Espressotassen Sesam
  • 2 Hände Kokoschips oder Raspeln
  • Zimt, Vanillepulver & Vanillezucker
  • Honig, je nach Belieben (je mehr desto karamellisierter wird es)
  • Zwei große Esslöffel Kokosöl

 

Zubereitung:

Bis auf den Honig und das Kokosöl alle Zutaten miteinander vermischen. Honig & Öl in der Pfanne schmelzen lassen und dann unter die Haferflocke-Nuß-Mischung heben. Gut vermengen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Mischung drauf verteilen. Bei 145 Grad Umluft ca. 45 Minuten in den Ofen schieben, solange bis es goldbraun ist. Am Besten zwischendurch immer wieder wenden. Den Ofen nicht zu hoch stellen damit es nicht verbrennt. Abkühlen lassen und dann am Besten in einem Glas oder in der Dose lagern.

Das Granola schmeckt perfekt als Topping auf Jogurt, Acai Bowl oder einfach so zum Naschen.

Ich werde mich natürlich weiterhin bei Celine zum Frühstück anmelden, aber falls sie mal im Urlaub ist, weiß ich jetzt endlich, wie es geht 😉

Und dann war es plötzlich anders: Wenn sich Freundschaften verändern

Friendship

Freundschaften sind wie Beziehungen, wir müssen an ihnen arbeiten, stetig, immer und immer wieder. Man geht gemeinsam durch dick und dünn oder trennt sich, weil es am Ende nicht mehr passt. Freunde kommen und gehen im Leben. Einige bleiben für länger, einige nur für eine kurze Zeit. Freundschaft bedeutet sich kümmern, nachfragen, wie es dem anderen geht. Sich Zeit nehmen, sich für das Leben des anderen interessieren. Freundschaft bedeutet zu spüren, wie es dem anderen gerade geht, was ihn bewegt und in ganz bestimmten Momenten da zu sein. Freundschaft bedeutet aber auch dem anderen seinen Raum zu geben, es dann nicht persönlich zu nehmen, wenn der andere sich diesen auch nimmt. Freundschaft bedeutet zuzuhören, zwischen den Zeilen zu lesen. Sich eine Geschichte auch zum 100sten Mal anzuhören, weil sie eben gerade wichtig für den anderen ist. Freundschaft bedeutet, dass nichts peinlich ist. Dinge zu verzeihen. Man selbst sein zu können. Egal ob man sich nur einige Monate kennt oder diese Beziehung schon seit 25 Jahren besteht.

Aber Freundschaften können sich auch verändern, können in kleine Krisen geraten, es können Momente auftreten, die irgendwie was Kleines zerbrechen lassen. Wo man kurz zurücktritt und stutzt. Man hatte vielleicht in diesen Momenten mit einer anderen Reaktion gerechnet. Doch manchmal tun Freunde Dinge nicht, die wir eigentlich erwartet haben. Fragen vielleicht nicht nach, obwohl es einem gerade so wichtig ist, geben einem kein gutes Gefühl oder nicht das Gefühl der andere interessieren sich für einen. Haken nicht bei einem Thema nach, das uns doch eigentlich gerade so wichtig ist. Und dann stehen wir da und sind irgendwie vor den Kopf gestoßen. Da hatte man immer gedacht, der andere kennt einen und interessiert sich. Und dann kommt so etwas,  bzw. eben gerade nicht?! Dann sind wir irritiert und wissen es nicht einzuordnen. Wir entfernen uns und dann wird aus ganz dicke eben nur noch gut. Und das wird dann irgendwann ok. Am Anfang ist es noch komisch, aber irgendwann sind wir fein damit. Genau das ist der Moment, indem wir akzeptieren müssen, dass sich Freundschaften veränderen. Und das ist dann eben auch ok, weil Interessen, Lebenssituationen und Einstellungen vielleicht einfach nicht mehr zueinanderpassen bzw. eine neue Form der Freundschaft beginnt. Und das muss nicht gleich immer negativ bewertet werden. Anders ist nicht immer schlecht. Nur eben anders als vorher.

Und dann gibt es wieder so Momente in Freundschaften, die das Herz so unfassbar strahlen lassen. Da tritt man zurück und denkt “wow”! Wie konnte sie das wissen? Wie hat sie das behalten? Egal, ob es jeden Morgen die Frage ist, wie es einem geht, das ToiToiToi vor wichtigen Terminen oder einfach nur eine Umarmung zwischendurch, die jedes Wort überflüssig macht. Sie sind einfach da, so 100%, so ganz und gar!

Mich persönlich machen meine Freunde zum glücklichsten Mädchen der Welt! Und ich bin einfach nur unsagbar dankbar, dass ich viele großartige Menschen meine Freunde nennen darf.

Eine Freundin sagte mal die weisen Worte, dass man einfach nicht von jeder Freundschaft dasselbe erwarten darf. Dass es vielleicht die Theaterfreundin, die Partyfreundin, die Urlaubsfreundin, die Dinnerfreundin und die Gesprächsfreundin gibt. Für jede Situation die richtige Partnerin. Vielleicht muss eine Person nicht alle Aspekte einer Freundschaft in sich vereinen. Und wenn man diese Personen dann aber trotzdem findet, dann ist man unendlich dankbar und glücklich.

Ein großes DANKESCHÖN an alle meine Freunde, jeden EINZELNEN von euch.

Ich liebe euch sehr!

365 Tage – sprich EIN Jahr – ohne Shoppen!!!

365 Tage ohne Shoppen

Als aller Erstes: Ja, man überlebt! Genauer betrachtet sogar sehr gut! Vielleicht sogar besser als mit Klamottenshoppen – zumindest ist man freier. Also ich für meinen Teil fühle mich freier!

Aber jetzt mal von Anfang an.

Ich hatte von Freundinnen immer wieder gehört, dass sie sich selber die Challenge auferlegt haben, einige Zeit lang keine neuen Anziehsachen zu kaufen. Ich ging dann ungefähr sieben Jahre mit dem Thema schwanger, bis ich mich dazu durchringen konnte, es auch zu wagen.  

Ob ich shoppingsüchtig war fragt ihr euch jetzt bestimmt. Hm, schwierig. Wo fängt das an, wo hört es auf. In jedem Fall kann man sagen, dass ich von jeher gerne Klamotten kaufe, gerne und viel. Ja, ich möchte immer auch die Hose haben, die grad “in” ist, oder die Jacke. Also machte man sich auf den Weg durch die Läden und ist erst wieder happy, wenn man auch so ein Teil besitzt. Klar, es war auch mal ok nicht jeden Trend mitzumachen, aber summa summarum: Ich habe wirklich gerne eingekauft.

Der Tag, an dem dann die finale Entscheidung fiel, war irgendwann Anfang Oktober 2016. Ich stand vor meinem Kleiderschrank und sah dort 2 ACNE-Teile hängen, die ich nur 1x getragen habe – waren am Ende wohl doch nicht so meines! WHAT? Das konnte nicht wahr sein. Ich schrie ein innerliches STOP an mich selber! Das ist unachtsam, maßlos und Sorry, echt dämlich. Es gab Zeiten, da habe ich von dem Geld, das ich für die Teile ausgegeben habe, ca. 3 Monate mein WG-Zimmer bezahlt (ein tolles WG-Zimmer in einer 170-qm-Altbauwohnung!).

Das war der Moment, in dem ich entschieden habe, dass irgendetwas falsch läuft, und habe den Deal mit mir abgeschlossen: 365 Tage keine neuen Klamotten!

Man denkt dann ja “Oh mein Gott, alle sehen super toll aus nur ich nicht!”, “Alle tragen die neuste Mode und ich laufe in Lumpen herum!” So ein Quatsch! Ich kann nur sagen, dass ich die Zeit bis auf ein Mal echt super genossen habe. Besagtes eine Mal, wollte eine Freundin shoppen gehen und ich war dabei und irgendwie war da die Stimme, der Trieb, die Sucht: “Ich will auch!” Das war das einzige Mal, wo ich kurz gezuckt habe. Ansonsten war ich in jeder Situation super fein mit meiner Entscheidung. Ja, ich habe mich sogar echt toll gefühlt. FREI! Nicht diesem Wahn im Außen bzw. vor allem im Innern folgen müssen. Ich habe viele tolle Kombinationen aus meinem Kleiderschrank gezaubert, war kreativ mit dem, was da war. Das hat nicht nur echt Spaß gemacht, sondern ich habe immer super ausgesehen. Wenn ihr wisst, was ich meine. Also nicht nach Kartoffelsack…

Am meisten genieße ich die Freiheit. Ob ich mich freue, im Oktober 2017 wieder loslegen zu können. Keine Ahnung. Ich finde es gut ab Oktober wieder losgehen zu können, aber ich habe nicht das Gefühl durchdrehen zu müssen. Mein Deal ist erfolgreich abgeschlossen. Mal schauen, wann ich das erste Teil wieder kaufe. Vielleicht sofort, vielleicht später, vielleicht auch erst mal gar nicht. Ich genieße die Bewusstheit! Ich habe mich einmal gelöst von dieser Stimme, von dem Getriebensein. Das ist echt super! Probiert es aus. Nehmt euch drei Joker, oder auch nicht. Ich hatte Weihnachten und Geburtstag dazwischen – das waren wohl meine Joker. Das fühlte und fühlt sich richtig an. Ansonsten habe ich mir Nichts gekauft und schreibe dies mit einem zufriedenen Lächeln und einem Merci* an mich selbst!!!

 

Dennis Creuzberg

Dennis Creuzberg

Dennis ist nicht nur einer der bekanntesten und besten Haarstylisten Deutschlands, sondern auch über die Grenzen hinaus bekannt und hat schon Stars wie Charlize Theron, Paris Hilton, James Blunt und Sebastian Vettel die Haare gemacht. Deswegen finden wir es großartig, dass diese coole Socke uns Rede und Antwort steht. Ach so und wer auch mal schön sein will mit Glitzer und Sternenstaub und so, der findet Dennis in seinem Atelier in der Auguststraße in Berlin-Mitte!

 

CKTU: Song auf Dauerrepeat?

Dennis: „Das war lange Lieblingsmensch…“

 

CKTU: Ich will nicht sein ohne?

Dennis: „Meine Schere!“

 

CKTU: Was tötete das Einhorn?

Dennis: „Die Einsamkeit!“

 

CKTU: Du und Yoga und so?

Dennis: „Die Probestunde habe ich schon erfolgreich abgeschlossen…“

 

CKTU: Wann bist du 100% “Dennis”?

Dennis: „Dennis Creuzberg in Arbeit!“

 

CKTU: Das Leben ist zum…

Dennis: „Haare raufen aber toll“

 

CKTU: Magst du Leberkäse?

Dennis: „Selten!“

 

CKTU: Wann war deine Menschenwürde das letzte Mal in Gefahr?

Dennis: „Daran erinnere ich mich zum Glück nicht.“

 

CKTU: Das stilvollste Schimpfwort?

Dennis: „Idiot!“

 

CKTU: Dein Morgenritual?

Dennis: „Kaffee, Couch und N24.“

 

CKTU: Dein geheimer Tick?

Dennis: „Wäsche waschen.“

Wenn die eigene Yogastunde zur Vollkatastrophe wird!

Life is for Loving

Ich hatte eine astreine Stunde vorbereitet. Bisschen philosophischer Einstieg, natürlich mit Bezug zum Alltag und dann in Asanas praktiziert. Ja klar, man muss immer damit rechnen, dass etwas in einer Stunde nicht ganz nach Plan läuft. Logisch. Aber darum ging es auch nicht. Es lief nicht nur etwas Kleines nicht nach Plan, die ganze Stunde wurde zur absoluten Vollkatastrophe – für mich.

Es begann alles wie immer: Die Schüler kamen zur Stunde, ich begrüßte sie, alles normal, alles gut. Und dann kam sie. Ich erwarte ja gar nicht, dass jeder mit einem Lächeln auf den Lippen ins Studio marschiert. Aber liebe Schüler ihr kommt doch freiwillig, und weil ihr das gerne möchtet, und nicht für mich und im Zweifel steht auch keiner bei euch zu Hause und zwingt euch zum Yoga zu gehen, oder?

Für mich sah sie schon bei ihrer Ankunft so aus, als hätte sie pauschal einfach keine Lust. Aber warum kommt man denn dann? Naja egal, lassen wir das dahin gestellt. Ich begann meine Stunde, und dann stellte er sich einfach nicht ein – der Flow. Wo war er denn nur? Herrje! Und dann immer wieder dieser super kritische Blick – von ihr – mit heruntergelassenen Mundwinkeln. Ich war völlig durcheinander. Nichts funktionierte, nichts klappte, die Schüler reagierten auf alles anders, als ich erwartet hatte. Oder war ich diejenige, die komisch reagierte?

Dann weigerte sich besagte Schülerin auch noch eine Asana zu machen und stand mit verschränkten Armen mitten im Studio und ich wäre am liebsten heulend rausgerannt. Versteht mich nicht falsch: Natürlich ist es jedem Schüler jederzeit frei zu entscheiden ob er eine Asana ausführt oder nicht! Aber in dieser besagten Stunde war das einfach zu viel für mich!

So, das Ende vom Lied war eine fix und fertige und ebenso depressive Jana, die an sich als Yogalehrerin zweifelte, nie wieder unterrichten wollte und sich fragte, wie eine Person sie so von der geliebten Matte fegen konnte. Naja und auch wie jemand so viel Negativität in sich tragen kann – wenn ich dieses Fass jetzt auch noch aufmache, dann komme ich nie zum Ende, deswegen bearbeite ich das Thema in einem anderen Beitrag.

Ich hatte mich nach einigen Tagen wieder gefangen, bin in den Urlaub gefahren und sah es mittlerweile als nette Anekdote, die ich gerne erzählte, wie sehr auch eine gut vorbereitete Stunde mal komplett in die Hose gehen kann, weil einfach nichts funktioniert.

Und dann war sie wieder da – ahhhhhhhh. Wieder das gleiche Gesicht, der gleiche Ausdruck, die gleiche, für mich persönlich, negative Aura. Und da stand ich nun, diesmal gewappnet mit dem Versprechen an mich selber, mich heute nicht wieder aus dem Konzept bringen zu lassen. Gesagt getan. Ich lieferte ne runde Geschichte ab, versuchte bei mir zu bleiben, ihr eher weniger in die Augen zu blicken und dann war er da, dieser Moment, wo ich sie adjustierte. In diesem Moment fiel die Barriere. Ich trat aus meiner Rolle heraus. Ich wurde frei. Alles was mit ihr und mir passierte spielte sich auf einer anderen Bühne ab – und ich LÄCHELTE.

Sie wird es nicht bemerkt haben, was mit mir in den Stunden passierte, die sie da war. Aber das ist auch nicht wichtig. Denn es ging um mich, um meine Reaktion, um den Yoga in mir, auf den ich immer wieder achten muss, ihm vertrauen muss. Wir werden Menschen, die uns begegnen niemals ändern können. Was wir nur ändern können, ist unsere Einstellung zu ihnen. Unser Verhalten ihnen gegenüber. Und damit liegt schon ziemlich viel in unserer Hand und wir können ziemlich viel verändern.

 

Was mich diese Erfahrung lehrt? Lächeln, Lächeln, Lachen, nicht alles persönlich nehmen und den Menschen den Raum geben, den sie brauchen, aber sich selbst nicht mitreißen zu lassen!

Life is for LOVING.

 

 

Nudelsalat mit Schafskäse und Heidelbeeren vom ULoop Magazin

Nudelsalat mit Schafskäse & Heidelbeeren

Wer fleißig Yoga übt benötigt nach einer intensiven Yogaeinheit reichlich Energie. Das geht sehr gut mit diesem Sattmacher-Nudel-Salat. Die komplexen Kohlenhydrate aus den Vollkornnudeln geben Power und füllen die Energiespeicher wieder auf. Die Tomaten, der Rucola und die Paprika versorgen den Körper mit Mineralstoffen und Vitaminen, wie Kalium, Magnesium, Eisen, Kalzium und Vitamin C. Der Schafskäse enthält viel Eiweiß und nährt die Muskeln. Die Heidelbeeren sind das i-Tüpfelchen und versorgen den Körper mit Antioxidantien. Guten Appetit!

Zutaten für 2 Personen:

1 grüne Paprikaschote

200 g kleine Tomaten

1 Handvoll Rucola

60 g Schafskäse

200 g Vollkornnudeln, gekocht

2 EL Olivenöl

1 EL Essig

Salz und Pfeffer

1 Handvoll Heidelbeeren

einige Blätter Basilikum und Minze

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

Zubereitung:

Die Paprika putzen, waschen und in Würfel schneiden. Tomaten waschen und halbieren. Rucola waschen, trocken schütteln und hacken. Schafskäse in Würfel schneiden. Alles Salat Zutaten mit den Nudeln vermengen.

Aus dem Öl, Essig, Senf, Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing quirlen. Das Dressing mit den Salatzutaten vermischen. Heidelbeeren und Kräuter waschen, über den Salat geben und servieren.

 

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